Als Franz Kloter in den 70er-Jahren seine Lehre zum Maurer begann, boomten gerade Flachdachhäuser. Beton dominierte als Bausubstanz und das behagte ihm gar nicht. «Man kann doch nicht die ganze Welt zubetonieren», dachte sich der junge Mann und machte sich auf die Suche nach alternativen Baumaterialien. Er wurde beim ältesten und am längsten erprobten Baustoff der Welt fündig, beim Lehm. Während bis heute etwa ein Drittel der Weltbevölkerung in Lehmhäusern wohnt, geriet diese Art zu bauen in unseren Breiten fast gänzlich in Vergessenheit. In ersten Kursen und vor allem durch viel Ausprobieren näherte er sich mit anderen Pionieren wieder dem Lehm an. Es braucht nicht nur handwerkliches Wissen sondern auch ein Gespür für diesen geduldigen Baustoff, der zu 100% biologisch abbaubar ist, immer wieder neu verarbeitet werden kann und dabei so viele positive Eigenschaften in sich vereint. Alter Baustoff mit Zukunft Lehm hat sich seit Jahrtausenden als Baumaterial bewährt und wird langsam wiederentdeckt. Die Vorteile von Lehmbauten sind bei sachgerechter Verarbeitung vielfältig. Franz Kloter aus Langnau war vor über 20 Jahren einer der Schweizer Pioniere, die sich dem Lehm wieder näherten. Hoganter